Race Director Olaf NoackNeuer MX-Chef Noack voller Respekt vor Ausrichter Jauer

Mit Olaf Noack hat der ADAC einen profunden Kenner der Moto-Cross-Szenerie auf den Thron des Race Director gehoben. Bis 2016 hat der 54-jährige in 25 aufeinander folgenden Jahren als Sportkommissar bei Moto-Cross-Elite-Rennen seinen ehrenamtlichen Dienst verrichtet und neun Jahre lang hat er die Deutsche Nationalmannschaft bei ihren internationalen Starts begleitet. Nun also ist der Rand-Cottbuser auf den höchsten Thron der Moto-Cross-Funktionäre gehoben worden. Am letzten April-Wochenende wird er beim zweiten Rennen der ADAC MX-Masters-Serie auf der Strecke von Jauer seinen wichtigen Dienst verrichten.
Lange vorher hat sich unser Cottbuser Sportreporter Georg Zielonkowski mit dem MX-Experten zum Gespräch getroffen ...

Olaf, Sie sind in unmittelbarer Nähe der Hänchener Weinbergs aufgewachsen, wo seit rund 50 Jahren der Moto-Cross-Sport zuhause ist. So war es wohl keine Frage, dass Sie schnell mit diesem Rennsportmetier Freundschaft geschlossen haben ...

Völlig richtig, allerdings waren meine Künste als Aktiver, beispielsweise bei den Gespannen recht überschaubar. Schon früh aber hat mich das Drumherum und die Organisation solcher Rennen in den Bann gezogen. So wurde Hänchen neben Fürstlich Drehna auch durch mein Zutun über die Jahre zu einem immer bedeutender werdenden Kurs. Mit dem Höhepunkt 1999, als wir "Am Weinberg" einen Weltmeisterschaftslauf ausgetragen haben.

Neben ihrem Heimatkurs haben sie unter dem Dach des ADAC über viele Jahre die Nationalmannschaft als Verantwortlicher durch die Welt begleitet. Gab es in dieser Funktion deutsche Erfolge, oder wie ordnen sich die deutschen MX-Fahrer weltweit ein?

Einer meiner ganz großen Höhepunkte aus diesem Bereich stammt aus dem Jahr 2010. Unser Deutsches Trio mit Ken Roczen an der Spitze hat damals in der Nähe von Denver sensationell den dritten Rang der Teamwertung gewonnen. Am Fuß der Rocky Mountains wurden damals 70.000 Besucher gezählt, eine irrer Kulisse.

Weit weniger Besucher werden Ende April zur Strecke nach Jauer pilgern. Welche Erinnerungen haben Sie an die bisherigen drei Veranstaltungen in der Oberlausitz?

Zunächst einmal muss man heute jedem Veranstalter dankbar sein, der sich für ein Rennen der MX-Masters meldet. Wir wissen sehr wohl, dass mit der Zusage auch ein gewisses Geschäftsrisiko verbunden ist. Kein Mensch weiß bei der Meldung, wie am Renntag das Wetter ist und wie die Zuschauerresonanz ausschaut. Aber Jauer hat das über Jahre gut hinbekommen. Was mich an diesem Veranstaltungsort besonders begeistert, ist das Miteinander der Veranstalter mit den Partnern. Sei es die Versorgung oder die Unterbringung, alles ist sehr präzise, aber auch sehr persönlich. Wenn ich allein daran denke, dass ja rund 300 Menschen untergebracht werden müssen. Die Stadt Bischofswerda ist dabei ein offenbar verlässlicher Partner. Genau wie die vielen privaten Nachbarn der Rennstrecke. Die ihre Flächen zum Parken verfügbar machen, ein Riesenvorteil für den Veranstalter.

Trauen Sie sich eine sportliche Prognose zum Podest in Jauer zu?

Nach Drehna ist Jauer ja das zweite Renne von sieben Veranstaltungen im Jahr. Da sollte sich schon das ein oder andere zu den Favoriten heraus bilden. Ich denke aber, dass der Jauer-Sieger von 2014 Dennis Ullrich, der ja auch seinen Titel verteidigen will, wieder ein Anwärter auf die Top-Plätze ist. Im Vorjahr hatte ja der Belgier Kevin Strijbos in Jauer gewonnen. Der 31-jährige hat allerdings nach dem Serienende 2016 schon mal laut über sein Rücktritt nachgedacht. Mal schauen, ob wir ihn in der Lausitz wiedersehen.

Für alle Neugierigen sollten wir abschließend einmal das Reglement der MX-Master und die dazugehörigen Klassen beleuchten ...

Angelehnt an die Fußballer reden wir in unserer Sportart hier von der Champions League. Die drei ausgefahrenen Klassen sind zum einen die "Junior Masters" in denen die bis 15-jährigen unterwegs sind. Bis zum Alter von 21 Jahren wird der "Youngster Cup" ausgefahren und die "Großen" fahren die "MX Masters". Wir werden in der neuen Saison 24 Nationen von Australien bis Südafrika und Neuseeland neben allen europäischen Ländern am Start haben. Zugelassen pro Veranstaltung sind bei den MX Masters maximal 96 Fahrer.

Interview und Foto: Georg Zielonkowski

Tickets zur Veranstaltung Online unter TICKETS  oder an den Tageskassen
Tickets zu den Abendveranstaltungen nur an den Abendkassen

 

2017 - ES WIRD NOCH SPEKTAKULÄRER

Nach einem Jahr Pause gastiert die beste Motocross-Serie in Europa erneut am Hahneberg in Jauer. Mit mehr als 250 Fahrern treten in drei verschiedenen Klassen die Weltmeister von Morgen gegeneinander an. Ob mit 85ccm, 250ccm oder mit 450ccm Maschinen wird es heiße Kämpfe und spektakuläre Sprünge geben.

Als zweite Veranstaltung im Terminkalender sind die Piloten in Jauer noch voll motiviert und haben die besten Chancen auf den Titel. So erwartet uns Spannung pur. Schon am Samstag gilt es für die Fahrer. Denn in den Qualifikationsrennen am Samstag müssen sich die besten vierzig Fahrer für die Hauptrennen am Sonntag qualifizieren. Das wird in Anbetracht der mehr als 70 Starter je Klasse kein leichtes Unterfangen.

Am Rennsonntag stehen dann in allen drei Klassen die besten vierzig Piloten aus Europa am Startgatter. Auf der 1650 Meter langen Lehmbodenstrecke, welche aus dutzenden Sprüngen, Wellensektionen und technisch anspruchsvollen Passagen besteht, werden die Piloten ihr Maximum geben. So können Sie sich als Zuschauer von atemberaubenden Kämpfen, Sprüngen bis zu 30 Metern und Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h überzeugen. Doch nicht nur ein spektakuläres Rennprogramm sorgt für ein unvergesslichen Aufenthalt am Hahneberg, sondern auch ein familienfreundliches Rahmenprogramm. Am Sonntag stehen die Top-Stars der Szene zur Autogrammstunde am ADAC Truck zur Verfügung. Auch ein kostenloser Quad-Parcours sowie eine Hüpfburg können ausgiebig getestet werden.
Das Fahrerlager ist für alle Besucher der Veranstaltung selbstverständlich kostenlos zugänglich.

Bevor die Motorengeräusche die Kulisse am Hahneberg bilden, wird es im Festzelt hitzig und laut. Am Freitagabend heizen die aus Bautzen stammenden Musiker von Jolly Jumper den Besuchern im Festzelt ein. Mit einem breiten Musikportfolio konnten die jungen Bautzner bisher jedes Festzelt zum kochen bringen. Am Samstagabend geht es dann gebührend rockiger zur Sache. Mit den Musikern der tschechischen Band RMC - "a tribute to Rammstein" ertönen harte Klänge und tiefe Bässe am Hahneberg ganz im Stil von Rammstein.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und können Ihnen jetzt schon ein spektakuläres Rennwochenende mit reichlich Unterhaltung ankündigen.

 

 

Tickets zur Veranstaltung Online unter TICKETS oder an den Tageskassen
Tickets zu den Abendveranstaltungen nur an den Abendkassen

Aktuell sind 13 Gäste und keine Mitglieder online